Senioren Freundeskreis begrüßt den Frühling im Hirschacker

Auch im Hirschacker lässt es sich gut feiern, diese Tatsache konnten wieder einmal mehr die Damen und Herren Senioren erleben und feststellen Zu der vorösterlichen Zusammenkunft des Sängerbund Senioren-Freundeskreis im Gasthaus „Zum Rheintal“ im Franz Hepler Haus am Marktplatz, folgten wieder zahlreiche Gäste der Einladung. Oskar Hardung begrüßte das gut besetzte Lokal samt Nebenzimmer. Bevor die Geburtstagsjubilare mit einem Geburtstaglied, Renate Schnitzer an der Gitarre, beehrt wurden, gedachte man dem verstorbenen Ehrenmitglied Hildegard Heller.

Von der JHV und sonstigen Vereinsneuigkeiten wurde berichtet. Jedoch besonders von dem bevorstehenden Volksliederkonzert am 8. April im Lutherhaus, mit den Sängerbund Chören d’accord, den c’Orwürmern und dem Jugendchor was wohl „Alt und Jung“ erfreuen dürfte. Chorleiterin aller drei Chöre Elena Spitzner zeigte sich schon während den Proben begeistert. Hardung dankte den Kuchenspenderinnen, Melanie Lehr, Heide Orth, Helga Weicker, Renate Uhl, Edith Bletsch und Ute Hardung.  Renate Schnitzer hatte zum Osterfest für alle Senioren einen kleinen Osterhasen gebastelt, was mit großem Beifall bedacht wurde. Nun war es Zeit die Lungen zu lüften und viele Volkslieder, wie „Wohlauf in Gottes schöne Welt“, „Geh aus mein Herz und suche Freud“, „Hoch auf dem gelben Wagen“, oder „Wer recht in Freuden wandern will“ und viele andere bekannte Weisen wurden gesungen.

Aus der Feder von Hardung stammten folgende Geschichten in Mundart, von der Winterolympiade „Die Madallienflut“ und vom Rathaus „Des hawe mir schon immer gewollt“ aber auch von Eugen Roth, gab er manche Reime zum Besten.   Zum Schluss wurde noch zum großen Reinemachen am 21.04. in das Freizeitgelände eingeladen und der nächste Freundeskreis-Treff findet am 27. April ebenfalls im Sängerbundgarten hinter dem Schlossgarten statt.

von Oskar Hardung

Die Medallienflut

Dass sich unser Winderschpordler net gräme,
heid de gonze Dag kä Medallie die solle sich was schäme.
De gonze Dag leeft bei uns des Glodzofon, awer mit etwas leisem Ton.
Denn ich will uff kän Fall versäume,
wenn die Rodler wieder ä Medallie abräume.
Doch heid am Freidag sinn se ned in Schuss,
un am Medalliespiegel kummt kä Plus.
Des Deutschland Fähnche wolld ich schwenke,
doch zum Siegerpodeschd dune annere ihre Schritte lenke.
Es is doch grad zum Haare raufe,
wenn än annerer Schifahrer dud schneller laufe.
Oder die Schpringer bei zu viel Wind, wieder in ihr Bett gegroche sind.
Oder hawese sonschdische Ausrädde, dass se ned müsse uff die Olympiastätte.
Heidzudag sinn doch verweichlichd die Leid,
ich grieg desdawesche mit der Fraa noch Schdreid.
Bei Huschde, Schnuppe, un Blähunge im Bauch,
geh ich in moi Singschdund un sing auch.
Egal was fa Wedder drauße, müßd ihr wisse,
was anneres kennd ich ned verantworde mid moim Gewisse.
Also liewe Schpordler morje seid ihr wider dro,
ich helfe eich, schwenk die Fohn un loss de Fernseher oh.
Ich hoff moi Nochbarn dune sich net beschwere,
wann se aus unserer Wohnung, Deutschland, Deutschland, Deutschland heere.

16. Februar 2018                                                                                                oh

Gedicht: Neue Freund und Bürger!

Es für mich ganz eine erfreuliche Sache,
was die Frigga und die Tanja do mache.
Vier junge Männer aus Schwarz-Afrika,
ware plötzlich mit der Flüchtlingswelle da.
Sie sinn ganz net und hilfsbereit,
und haben im Sinn sicher keinen Streit.
Sie sind eingeladen bei uns zum singen,
ich hab das Gefühl es tät ihnen auch
ganz gut gelingen.

Die Musik ist diesen Männer nicht fremd,
sie fühlen sich wohl, sind nicht gehemmt.
Wir Choristen von den SchwetSingers und d’accord,
wären sehr traurig sie müssten aus welchem
Grund auch immer, wieder fort.
Nicht nur wegen ihrer Sangesstimme,
so nette Leut dut ma selten finne.
Aber auch der Frigga und der Tanja gebührt
höchstes Lob gezollt,
da könnt ihr denke was ihr wollt.
Sie helfe mit dass es diesen Flüchtlinge wird gelinge
sich in der Fremde zurecht zu finne.

Ihr habt Mut und Engagement bewiese,
macht weiter so, und dut des Lob geniese.
Ihr opfert viel Zeit und auch Geld,
und tragt dazu bei, für eine bessere Welt.
(Frigga Jacob und Tanja Orth)

von Oskar Hardung

Gedicht: Unser 42. Jumelage Jahr mit dem Coral „Croissants d’Or“

A des geschah im 1250de Jubiläumsjohr!
Unser 42. Jumelage Jahr mit dem Coral „Croissants d’Or“

Zum End vom Jubiläumsjohr,
kommt es mir ganz französisch vor,
denn ich sitz im Bus mit viel Leid,
weil mir singe wolle mit de Freunde heit.
Seit üwer verzisch Johr dut es uns gelinge,
un mir mit de Lunèviller Freunde singe.
Mir Sänger un rinne vom („d’accord“) daChor
besuche die Sänger un rinne vom „Croissant d’Or“.
Es wird wie immer ä großes Feschd,
wann sie bei uns, oder mir bei denne sinn Geschd.

Am Bahnhof morgens um halwer achde,
dut die Sabine ihre Schäflein bedrachde.
Es fehle ä paar, die liege im Bett un huschde laut,
sie drinke in Schnaps un Tee aus Kamillie Kraut.
Der Fahrer Peter von der Firma Mayer,
lenkt den Bus, der is net so deier.
Die Fahrt war gut zügisch un schnell,
um Elfe ware mir in der Kapell.
Es wurd begrüßt un doll geküsst,
awer ich hab a monche Gsischder vermisst.
Es wurd geprobt mit dem C’croissant d’or,
beim „Wamus posta sias“ kams mir spanisch vor.

Im Saale Erkemann gab es aus äm große Haffe
in gute Eintopf auf die Deller,
Ich heb moin Deller hie,
doch die Edith (Piaf) war schneller.
Ich konn a viel verzehle mit der Freundin Michèl/e,
doch ihrn Scherard war leider net zur stell.

Danoch in der Kerch,
mir singe uns eu kurz un üwerzwerch.
Es fülle dann ganz viel Leid des Gottes Haus,
mir hoffe die gewe uns ganz a viel Applaus.
Ich seh die viel Kunschd beflissene Franzose,
un hubs dann schnell in Kittel un Hose.
Die Leid die klatsche wie kann es annerschd soi,
mit moiner Flieg bin ich schäh sie rufe ei gugg
Misiö Oskar der is awer foi.

Es singe die Freund un mir singe mit,
unser vier Solischde singe a zu dritt.
Die Besucher-Leid die glatsche vehemennd,
mich zwickt am Hals moi neies Hemd.

Wie des Konzert insgesamt war gewese,
kennt ihr die negschde Dag in der Zeitung lese.
Danoch geht es wider in alde Wasserwerk als dann,
es steht die Pflege der Freundschaft auf dem Programm.

Ich sag eich was für mich war’s wie immer ä großie Freud,
zu höre de Freund geht’s gut, un a de annere Leut.
Die Edith hot mich gsehe un glei gekrallt un geküsst,
Gott sei donk, ich hett se doch schonscht sehr vermisst.

Ä großie Ehre wurd dem 91jährische  Dirigent un Gründer
vom Choral „croissant d’or“ Jean Senécal zuteil,
er hats verdient, es wird viel gschwetzt un dauert ä weil.
Mir singe Tourdion un vom Tanze Lieder,
bevor der Woi uns vielleicht schdreggt hinnieder.
Dann gibt es noch Geschenke fa die Freund,
mit denne mir im Lied sind vereunt.
Jetzt her ich awer mit dem schreiwe uff im Bus,
deshalb, ja deshalb is jetzt Schluß.

Oskar Hardung