Neujahrsempfang 2018

Bis auf den letzten Platz besetzt war die Neujahrsfeier des Sängerbund Schwetzingen am vergangenen Donnerstag im Blauen Loch. Der gemischte Chor d’accord eröffnete, unter der Leitung von Elena Spitzner mit Sui Monti die liebevoll gestaltete Neujahrsfeier.

Der 2. Vorsitzende Michael Hardung begrüßte die Ehrengäste und -mitglieder herzlich und schickte Neujahrs- und Genesungswünsche an die durch Krankheit Daheimgebliebenen. Der d’accord gab daraufhin „Das Tanzlied“ und „Der Weg zur Oper“ zum Besten.

Im Anschluss an die gesanglichen Beiträge begann die 1. Vorsitzende Sabine Rebmann ihre Neujahrsrede und resümierte das vergangene Jahr 2017 und erörterte die Frage nach dem wahren Glück. Voll gespickt war das letzte Jahr mit vielen Auftritten und positiven Highlights, die alle glücklich machten und Glück schafften. So feierten die cOhrwürmer und der Jugendchor mit „Alles Disney oder was?“ die alten und aktuellen Disneyklassiker und glänzten in allerlei fantasievoll gestalteten Kostümen. Der d’accord meisterte in Altlußheim beim „Sommerfest der Lieder“ seinen ersten gemeinsamen Auftritt mit „neuer“ Chorleiterin Elena Spitzner. Die „kleine Premiere“ hat alle strahlen lassen über den gelungenen Auftritt. Im Juli fand ein emotionales Ereignis Platz im Vereinskalender, so sangen die cOhrwürmer und SchwetSingers auf der Charity Veranstaltung „Heute ist ein schöner Tag Vol. III“ für die verstorbene Emily. Das gesammelte und gespendete Geld kam der Krebsstation in der Heidelberger Uniklinik zu Gute. Der ehemalige 1. Vorsitzende Willi Althauser freute sich über den Besuch der Sängerbündler in Ruhpolding. Highlight zum Ende des Jahres war das 49. Weihnachtskonzert bei Kerzenschein, das dem Verein mit dem von Elena Spitzner komponierten Musical „Das Kalte Herz“ ein ausverkauftes Lutherhaus bescherte.

Ehrungen

Wie immer führte Sabine Rebmann gekonnt mit Highlights der entsprechenden Eintrittsjahre durch die Ehrungen.

So war 1997 das Jahr des Unfalltods von Diana, der Film Titanic stürmt die Kinocharts, der Elchtest legt die A-Klasse flach und Bayern bibbert bei -26 Grad. Die Ehrung aus diesem Eintrittsjahr für 20 Jahre gibt es nur im Jugendbereich und so freut sich Malena Rebmann über die Ehrung, die im zarten Alter von 5 Jahren Mitglied beim Sängerbund wurde und heute bei den SchwetSingers singt.

1992 zählt Schwetzingen zum ersten Mal 20.000 Einwohner, Bürgermeister Gerhard Strathaus schließt die Städtepartnerschaft mit Papa, Willi Brandt stirbt und Hits wie Black or White, Rythmn is a dancer und Schickeria stürmen die Charts. „Merci, dass es dich gibt“ ist Werbeslogan des Jahres.

1977 steht im Zeichen von Terror und Angst, denn so prägt die Entführung und Ermordung Hanns-Martin Schleyers sowie die Entführung der Landshut die Medienwelt. Elvis Presley stirbt mit 42 Jahren. Der Liter Benzin liegt bei 88 Pfennig (= 46 Cent). Das erste Telefon mit Tasten kommt auf den Markt und Schwetzingen feiert die Eröffnung des Neubaus der Schimperrealschule. Der Sängerbund unternimmt mit dem Kinderchor eine 10-tägige Reise nach Tirol und Abba, Bonny M. und Smokie sind Chartstürmer.

Im Jahr 1967 feiert das Musical Hair große Erfolge und diverse Protestbewegungen nach „freier Liebe“ und „Canabsis“ werden laut. Schwetzingen stellt den Bahnbetrieb nach Heidelberg ein. Der Luther und St. Maria Kindergarten werden eröffnet.

1947 dringen die ideologischen Unterschiede zwischen Ostblock und westlicher Welt durch, die Comedian Harmonists feiern mit „kleiner grüner Kaktus“ große Erfolge. Der Sängerbund beschäftigt sich mit der Wiederaufnahme und Wiederaufbau des Chors nach dem Krieg und gewinnt innerhalb kurzer Zeit 24 neue Mitglieder. Am 12. Juni wurde damals im Rahmen der Hauptversammlung mit nur einer Gegenstimme beschlossen, dass der bislang reine Männergesangsverein auch einen Frauenchor gründen wird. Nur wenige Wochen später – im August – zählt der Sängerbund bereits 50 weibliche Sängerinnen. Eines der Gründungsmitglieder, Hildegard Heller, die an diesem Tage zudem ihren 92. Geburtstag begeht und der das spontane Geburtstagsständchen galt, wird heute für sagenhafte 70 Jahre Mitgliedschaft mit der Ehrennadel mit Diamant ausgezeichnet, die nur an ganz besondere Mitglieder verliehen wird.

Eine weitere besondere Ehrung galt Elena Spitzner, die für 15 Jahre Chorleitung nochmals im Sängerbündschen Rahmen ausgezeichnet wurde. 2001 begann Spitzner mit dem Kinder- und Jugendchor, übernahm kurze Zeit später den Jungen Chor, der sich ein Jahr später zu den SchwetSingers zusammen tat. Seit letztem Jahr dirigiert Spitzner nun auch den d’accord. Für viele Geehrte gab es wunderschöne Fotocollagen, liebevoll gebastelt von Jutta Greulich, 1. Schriftführerin.

Nach den Ehrungen stimmte Chorleiterin Elena Spitzner ihre SchwetSingers auf den Gesangsbeitrag ein, der – wie kann es aus aktuellem Anlass auch anders sein – aus Spitzners komponierten Musical „Das Kalte Herz“ stammt, das am 14. Januar wegen großen Erfolges nochmals im Lutherhaus aufgeführt wird. Rebmann beendete den gelungenen Abend mit einem Zitat von Voltaire: „Da es sehr förderlich für die Gesundheit ist, habe ich beschlossen glücklich zu sein. Dies sollten Sie alle auch beherzigen. Bleiben sie alle gesund und glücklich.“

Ehrungen

70 Jahre:
Fördernd: EM Hildegard Heller (davon viele Jahre aktiv)

65 Jahre:
Fördernd: EM Gerda Kessler

50 Jahre:
Fördernd: Dieter Glass, Günther Kirschen, Gerhard Schädlich

40 Jahre:
Aktiv: Horst Keber
Fördernd: Gerd Fleissig, Oliver Martel, Bernhard Schönrock, Brigitte Schreiber

25 Jahre:
Fördernd: Dr. Ute Knopp

20 Jahre:
Aktiv: Malena Rebmann (Jugend)

Fett gedruckt die Geehrten, die anwesend sein konnten und auf den Foto zu sehen sind.

Impressionen

 

Sängerreise nach Bad Reichenhall

Schöner Herbstausflug: alle zwei Jahre bietet der Sängerbund eine Viertagesbusreise für Mitglieder und Freunde an. In diesem Jahr ging die Fahrt nach Bad Reichenhall und das Berchtesgadener Land.

Kaum angekommen in dem bayrischen Kurort führte Gerhard Butz die Reisegruppe durch den königlichen Kurgarten. Er kennt die gesundheitsfördernde Wirkung des Freiluftinhalatoriums des unter Denkmalschutz stehenden Gradierhauses von mehreren Kuraufenthalten. In der Fußgängerzone ging es vorbei am Stammsitz der Konditorei Reber, eine der Firmen die die Mozartkugeln „erfunden“ hat. Im Bürgerbräu, gleich neben dem Rathaus, dann das Zwickelbierfest mit bayrischen Schmankerln und zünftiger Blasmusik.

Am nächsten Tag fuhr der Bus die Reisegruppe bei grauem Himmel zunächst in das Bergsteigerdorf Ramsau, dessen idyllische Lage schon auf zahlreichen Landschaftsgemälden abgebildet wurde. In der Pfarrkirche St. Sebastian sangen die teilnehmenden Sängerinnen und Sänger von d’accord und SchwetSingers unter der Leitung von Vizedirigentin Renate Schnitzer ein Lied.

Weiter ging es nach Kitzbühel /Tirol, auch hier weiterhin Nieselregen. In diversen Cafés, beim Betrachten der in der Fußgängerzone ausgestellten Ferraris sowie beim Hüte-Aufprobieren verging die Zeit wie im Flug.

Die Fahrt ging zurück nach Ruhpolding, wo ein Treffen mit Willi Althauser, dem langjährigen Vorsitzenden des Sängerbundes, ausgemacht war. Willi, den es vor vier Jahren in die bayrische Bergwelt gezogen hat, führte die Sängerbündler durch seine neue Heimat. Anstrengend war der Aufstieg zur Pfarrkirche St. Georg, wurde jedoch von einem herrlichen Rundblick auf Ruhpolding belohnt.

Ein gemütlicher Abend in der Zirnbergalm folgte, der mit viel Gesang und lustigen Geschichten wohl allen Beteiligten in schöner Erinnerung bleiben wird. Willi hatte für seinen Besuch aus Schwetzingen alles bestens vorbereitet.

Am darauffolgendem Tag strahlend blauer Himmel und ein bunt gefärbter Herbstwald auf der Fahrt, die vorbei am Watzmann und Berchtesgaden nach Schönau an den Königsee führte. Der Kapitän selbst, der die Reisegruppe nach St. Bartolomä brachte, führte mit der Trompete das Echo vom Königsee vor. St. Bartholomä ist eine barocke Wallfahrtskirche, zu der man bequem per Schiff oder auf einer mehrstündigen, teils hochalpinen Wanderung gelangt. Die Reisegruppe aus Schwetzingen entschied sich nach Spaziergang entlang des Sees und dem Genuss von geräuchertem Saibling oder Forelle auch für den Rückweg für die bequemere Variante.

Getreu dem Motto „die Zeit fliegt, wenn man Spaß hat“ gingen auch diese Tage viel zu schnell vorbei. Reiseleiterin Renate Schnitzer, Busfahrer Andre Weis, die harmonische Reisegruppe, das Wiedersehen mit Willi Althauser und das größtenteils gute Wetter tragen für sich ihren Anteil an den schönen Tagen im Berchtesgadener Land. (sr)

Impressionen
von Sabine Rebmann, Sigrid Ziehr, Ulrike Müller und Ilse Leer

 

d’accord: Sommerfest der Lieder in Altlussheim

Am vergangenen Freitag, den 30. Juni war d’accord vom Sängerbund Schwetzingen zum ersten Mal mit dabei beim Sommerfest der Lieder des AGV Frohsinn Altlussheim. Die flotten Lieder, insbesondere das extra für diese Gelegenheit umgetextete „eine kleine Melodie“ und das in bayrischem Dialekt vorgetragene „schod is“, mit dem sich der Chor auch singend von der Bühne gehend verabschiedete, kamen sehr gut beim Publikum an. Es war der erste Auftritt mit Chorleiterin Elena Spitzner. Oskar Hardung „verewigte“ diesen ersten gemeinsam Auftritt in einem schönen Gedicht:

S’erschdemol!
(Zum ersten mal!)

In Altlosse beim Sommerfeschd der Lieder,
dreffe sich die G’sangsvereune immer wieder.
So ware mir Sängerbündler a eugelade in das Emil-Frommel Haus,
Mir durfde singe un bekame viel Applaus.
Doch denn müsse mir unbeschdridde mit der Elena teile,
um ihr zu „Danke“ uns reschd beeile.
Sie hod gewedeld, gestiguliert un gesunge,
uns dodamit zur „Höchstleistung“ gezwunge.
Der erschde Uffdridd unner der offizielle Leidung von dem „russische Medsche“
war für uns toll gelunge,
liebe Elena „derfsch“ wider kumme.
Sie hod a am Klavier a annere Chör begleidet,
die Maria Löhlein fröhlich leitet.
Ä schänes Fescht ganz ungezwunge,
es hawe die Chör freundschaftlich gesunge.
A war die Liedauswahl sehr gut gelunge,
die Zuhörer hawe zum teil mitgesunge.
Uff der Hämfahrt im Auto mit drei Sängerinne,
ware mir änisch es kennd ä neie Ära beginne.
Liebe Elena du uns ruhig weiter ermuntern
un schdriedze,
dodavor dune mir gern in der Singschdund schwidze.
„Schee war’s, des wer’n ma wieder doa“

163. JHV Sängerbund Schwetzingen

Freudig empfing die 1. Vorsitzende Sabine Rebmann die knapp 60 anwesenden aktiven und fördernden Mitglieder im Weldesaal des „Blauen Lochs“ in Schwetzingen zur 163. ordentlichen Jahreshauptversammlung des Sängerbund Schwetzingen. Nach der Begrüßung der Ehrenmitglieder sowie des Landtagsabgeordneten Manfred Kern und der Stadträtin Ulrike Utz begann Rebmann ihren Jahresbericht mit der Mitteilung der Mitgliederzahlen. Sehr erfreut ist man hier über die Zahl der 34 Neueintritte, die zum großen Teil beim Nachwuchs und bei den SchwetSingers zu verzeichnen sind. Den Neueintritten stehen jedoch auch 38 Abgänge gegenüber, davon 15 verstorben. Gesamt zählt Schwetzingens ältester Verein nun 472 Mitglieder, 4 weniger als im Vorjahr. Die Zahl der Aktiven mit 130 Sängerinnen und Sänger bliebe die letzten Jahre zwar recht konstant, so Rebmann, doch „Verluste“ müsse der Verein vor allem bei den fördernden Mitgliedern verkraften, denn die Tendenz ginge entgegen einer langjährigen Vereinszugehörigkeit, sodass beispielsweise kurze oder längeren Singpausen der baldige Austritt folgt – mit großem Bedauern. Die Anwesenden sangen im Anschluss gemeinsam und in Gedenken an die 15 Verstorbenen „Meine Zeit in Deinen Händen“ von Peter Strauch.

Singen hält jung & hebt die Stimmung

Rebmann berichtet weiter, dass sich die beiden Chöre d’accord und SchwetSingers im letzten Jahr sehr über Männerzuwachs freuen durfte. Zudem hat sich auch das Durchschnittsalter der einzelnen Chöre um je knapp 2 Jahre verringert hat. Singen hält demnach also jung und ist gut für die körperliche und seelische Verfassung. Singen hat eine aufhellende Wirkung und vermindert die Produktion des Stresshormons Cortisol. Singen selbst fördert das Kuschelhormon Oxytocin, das harmoniestiftend wirkt und tatsächlich nur beim Singen, nicht beim Reden ausgeschüttet wird. Singen ist also eine empfehlenswerte Beschäftigung und sollte von viel mehr Menschen ausgeübt werden zitiert Rebmann einen Bericht aus der Apotheken-Rundschau in Ihrer Rede.

Jahresberichte & Ausblicke

Höhepunkte des Jahres 2016 waren für den Verein unter anderem der Ausflug und die Umrahmung des Gottesdienstes bei der ehemaligen Schwetzinger Pfarrerfamilie Müller in Pforzheim, die diversen Auftritte auf den Spargelfesten bzw. Wanderung und zum Beispiel das gemeinsame Konzert der SchwetSinges mit dem Musikverein Stadtkapelle Schwetzingen im November im Rokoko Theater. Hier betonte SchwetSingers Vertreterin Nicole Fackel, dass die SchwetSingers sehr von der Zusammenarbeit profitiert haben und man auch zukünftig sehr gerne Kooperationen dieser Art pflegen und erhalten möchte – die nächste folgt bereits am kommenden Sonntag beim Frühlingskonzert des Musikvereins im Lutherhaus. Der Kinderchor, so berichtete Kinderchorvertreterin Cindy Weidner, erfreut sich vor allem nach Auftritten auf den örtlichen Bazaren und Veranstaltungen vieler neuer Stimmen bei der Chorprobe. Aktuell bereiten sich die Jüngsten im Verein fleißig auf das bevorstehende Konzert im 8. April im Lutherhaus vor, das unter dem Motto „Alles Disney oder was?“ steht. Der Besuch von d’accord beim befreundeten französischen Chor „Les Croissant d’Or“ in der Partnerstadt Lunéville im Dezember sowie das eigene 48. Weihnachtskonzert bei Kerzenschein in der ev. Stadtkirche rundeten das letzte Sängerjahr erfolgreich ab auch wenn es nicht zuletzt noch eine wichtige Änderung in der Besetzung der Chorleiterfunktion beim d’accord gibt. Einvernehmlich haben sich der Sängerbund Schwetzingen und Chorleiter André Erben nach 7 Jahren Zusammenarbeit im Einverständnis getrennt. Elena Spitzner leitet nun alle 4 Sängerbund-Chöre.

Einen extra Dank und Blumengruß erhielten Monika Ehrhard und Helga Weicker für ihr Engagement nach den d’accord Singstunden und der Bewirtung. Ebenfalls dankte Rebmann Oskar Hardung, der mit viel Herzblut den monatlichen Freundeskreis organisiert, der von knapp 80 Rentnerinnen und Rentnern dankbar angenommen wird. Natürlich geht auch der Dank an dieser Stelle an alle ehrenamtlichen Helfer, die zum Gelingen und Bestehen des Vereins beitragen.

Neuwahlen

Nach dem Bericht der Kassenwartin Marion Schwab und der Entlastung des Vorstands, standen zwei Neuwahlen an. Sabine Rebmann, 1. Vorsitzende sowie Jutta Greulich, 1. Schriftführerin wurden einstimmig wiedergewählt. Beide nahmen die Wahl freudig an.

Möge auch 2017 wieder ein spannendes Sängerjahr werden!

Eine Fotogalerie folgt die nächsten Tage!

Ankündigung 163. Jahreshauptversammlung

Der GV Sängerbund Schwetzingen 1854 e.V. lädt alle aktiven und passiven Mitglieder zur 163. ordentliche Jahreshauptversammlung am Donnerstag, den 16. März 2017 um 19.30 Uhr im Gasthaus Blaues Loch in der Zeyherstr. 3 in Schwetzingen ein. Auf der Tagesordnung stehen neben den einzelnen Jahresberichten auch die Neuwahlen des 1. Vorsitzenden sowie des 1. Schriftführers. Zur Einstimmung läuft vor dem offiziellen Beginn der Jahreshauptversammlung eine Fotoshow mit Auszügen und Höhepunkten des letzten Jahres. Das Blaue Loch bietet für die Versammlungsteilnehmer schon ab 18.00 Uhr Spezialitäten aus der deutschen Küche an.
 
Anträge zur 163. Jahreshauptversammlung sind bis 10. März 2017 in schriftlicher Form beim Vorstand einzureichen.
 

Ankündigung Neujahrsempfang 2017

Der Neujahrsempfang 2017 des GV Sängerbund Schwetzingen 1854 e.V. findet am Donnerstag, den 12. Januar 2017 um 19.30 Uhr im Gasthaus Blaues Loch in Schwetzingen statt. Neben den Ehrungen der langjährigen Mitglieder, tragen die Chorgruppen d’accord und SchwetSingers einige Liedbeiträge vor. Das Blaue Loch bietet für die Versammlungsteilnehmer schon ab 18.00 Uhr Spezialitäten aus der deutschen Küche an.

d’accord zu Besuch bei Les Croissant d’Or in Lunéville

Pünktlich um 08:00 Uhr verließ der Bus am 4. Adventssonntag den Schwetzinger Bahnhof und machte sich auf den Weg zu Schwetzingens erster, ca. 240km entfernten Partnerstadt Lunéville im Osten Frankreichs. Auf den Weg gemacht hatten sich 32 Mitglieder des Sängerbund Schwetzingens und folgten somit freudig gespannt der Einladung des befreundeten Chors „Les Croissant d’Or“. Die Sangesfreundschaft besteht annähernd so lange, wie auch die Partnerstadt der beiden Städte, denn diese besteht bereits seit 1969. Die ersten Kontakte zum Sängerbund wurden im Juni 1974 von der Französin Susanne Rhote durch Vermittlung von Stadtrat Robert Brand zum damaligen Chorleiter Karl Imhof geknüpft, noch im gleichen Jahr folgte das erste gemeinsame Konzert am 4. Advent im Schwetzinger Schloss – damals noch als „Choral de la M.O.S.“ (Chor der Vereinigung der Schulfreunde Lunéville) unter der Leitung von Jean Sénécal sowie den Chören des Sängerbundes: Kinder- und Jugendchor (Chorleiter Walter Imhof) und Gemischten Chor unter der Leitung von Gerhard Bauer. Das war der Beginn einer neuen Freundschaft und just 42 Jahre später, ebenfalls am 4. Advent gestalten die neu „formierten“ Chöre d’accord unter der Leitung von André Erben und Les Croissant d’Or unter der Leitung von Marc Dubois gemeinsam ein wunderschönes Weihnachtskonzert in der Kirche St. Jacques im Herzen von Lunéville.

Es ist ca. 14.30 Uhr, die Kirche füllt sich stetig, ganz vorne in der Reihe lässt sich ein älterer Herr mit Gattin nieder, es ist niemand geringeres wie Jean Sénécal, der den Chor Les Croissants d’Or im Jahre 1977 gegründet hatte und mit dem heutigen Konzert für seine 40-jährige Tätigkeit geehrt wurde. Nach der herzlichen Begrüßung durch die Beigeordnete Marie Viroux, stellvertretend für den Lunéviller Bürgermeisters Jacques Lamblin, machten die Gastgeber den Beginn und sorgten sogleich für die erste Überraschung: die „Bühne“ im Altarraum war leer und dennoch erklangen die ersten zarten Töne aus dem hinteren Teil des Kirchenschiffes. Neugierig drehten sich die Zuhörer um und lauschten dem ersten Beitrag der Croissants d’Ors. Danach sangen der Schwetzinger und der Lunéviller Chor abwechselnd- oder gemeinsam. Die Übergänge zwischen den Gesangsbeiträgen der beiden Chöre ging fließend und ineinander übergreifend, es wurden bekannte französische sowie deutsche Klassiker vorgetragen – gemeinsam auf Deutsch und Französisch. Marc Dubois verstand es auf charmante Weise das Publikum zum Mitsingen zu begeistern und so erklang ein herzliches „Gloria in excelsis Deo“ in der Kirche. Vor allem die von d’accord vorgetragene „Petersburger Schlittenfahrt“ kam bei den französischen Freunden exzellent an und kündigte das gemeinsame Finale mit „Stille Nacht, heilige Nacht“ an. Die Jahre der Freundschaft zwischen den beiden Chören und die Freude am gemeinsamen Musizieren lagen greifbar in der Luft und rissen das Publikum am Ende von den Stühlen. Die Besucher dankten dieses besondere Ereignis mit langanhaltendem Applaus.

Hinter einer so langen und erfolgreichen Freundschaft steht natürlich eine sehr intensive Pflege und regelmäßiger Kontakt. Auch wenn es mit der heutigen Zeit einfacher, schneller und kostengünstiger wird, so muss es Menschen geben, die sich um den Austausch bemühen und das sind Sängerinnen und Sänger, die auch heute noch aktiv am Chorleben beteiligt sind – heute wie damals vorne mit dabei Oskar Hardung, damals mit seiner Frau Helga. 1975 besuchten die beiden die neuen Freunde und waren zu Gast bei Familie Rhote. Heute, 42 Jahre später, erzählt er auf der Hinfahrt nach Lunéville, er sei immer wieder hocherfreut alte Freunde in Lunéville zu treffen, denn da seien enge Freundschaften entstanden. Er sei zudem sehr froh und hält es nach wie vor für wichtig den freundschaftlichen Kontakt mit anderen Ländern und Kulturen zu pflegen und zu fördern. Das gemeinsame Singen in den Partnerstädten ist hierzu ein guter Baustein, denn Singen verbindet, unabhängig von Sprache, Religion und Kultur. Auch die Ehrenmitglieder Gerhard Butz, Monika und Werner Helmling wussten einige Anekdoten von den zahlreichen Zusammentreffen der beiden Chöre zu berichten.

Nach dem gelungenen Konzert ging es für die Schwetzinger Sängerinnen und Sänger auf einen Abstecher in das Lunéviller Schloss, das in weihnachtlichem Glanz erstrahlte. Marc Dubois übernahm gemeinsam mit Michele Thibaut die Führung, Chorleiter André Erben fungierte als zusätzlicher Dolmetscher und erleichterte die Verständigung zwischen den Freunden. Im Anschluss ging es in das Gemeindezentrum (Salle Erckmann), in dem die französischen Sänger ein extravagantes Buffet hergerichtet hatten. Es fehlte an nichts und so wurde gemeinsam gespeist, gelacht und erzählt – keine Spur mehr von der am Morgen noch zu spürenden Unsicherheit wegen der Sprache, es war ein Abend unter Freunden. Feierlich wurde der heute 91 jährige Jean Sénécal vom 1. Vorsitzenden der Croissants d`Or Claude Larose für seine  jahrzehntelange Tätigkeit als Dirigent, Gründer und Vorsitzender der Croissants d`Or geehrt. Sabine Rebmann, 1. Vorsitzende des Sängerbundes hatte hierfür ebenfalls eine Überraschung dabei, so überreicht sie Sénécal eine Kopie aus dem Gästebuch des Vereins , in das Sénécal 1974 beim ersten Besuch in der Partnerstadt geschrieben hatte: „…mögen noch viele wunderbare Treffen mit unseren Freunden folgen.“

Für alle französischen Sängerinnen und Sänger gab es als Weihnachtsüberraschung eine Tüte mit selbstgebackenen Weihnachtsplätzchen, die die fleißigen d’accordler in den Wochen vor dem Besuch gebacken hatten. Es folgten spontane Gesangseinlagen und Beiträge, sodass die Zeit unter Freunden nur so vorbeiflog. Gegen 21.00 Uhr mussten sich die Schwetzinger wieder auf den Weg Richtung Heimat machen. Mit einem „Bon voyage!“ wurden die Schwetzinger Sänger mit einem lachenden und einem weinenden Auge verabschiedet – und man freue sich heute schon auf das nächste Wiedersehen mit vielen alten und hoffentlich auch ein paar neuen Gesichtern.